Hausbank im 21. Jahrhundert, Realität oder Utopie?

Finance Coach

Der Artikel ist am 16. September 2020 erstmals auf InTech.Swiss erschienen.

Für Retailbanken ist es auch heutzutage noch ein wichtiges und häufig erwähntes Ziel, die «Hausbank» ihrer Kunden zu sein. Der Begriff ist bereits längst über den Finanzjargon hinausgewachsen und auch für Nicht-Banker ein geläufiger Ausdruck geworden. Doch was ist genau mit «Hausbank» gemeint und ist diese heute noch zeitgemäss?

Der Duden setzt den Schwerpunkt der Definition auf die Regelmässigkeit der Leistungsnutzung bei einer Bank und hält sich damit sehr kurz und prägnant. Der Wikipedia Artikel ist ausführlicher und geht davon aus, dass der Begriff «Hausbank» mehrere Bankbeziehungen mit einem Kunden voraussetzt. Weiter ist der Definition zu entnehmen, dass es sich bei der Hausbank, um den primären Kreditgeber und einer langfristigen Kundenbeziehung handelt, weshalb die Hausbank dadurch gegenüber anderen Banken einen Informationsvorsprung geniesst. Beide Definitionen waren in der Vergangenheit sicherlich legitim, sind aber überholt und widerspiegeln weder die heutige Realität noch bieten sie eine zukunftsgerichtete Definition des Begriffes «Hausbank».

Was mir bei der eingangs erwähnten Definition missfällt, ist der Fokus auf das Kreditgeschäft sowie auf die Menge der Leistungen, welche von einer Bank bezogen werden. Es fehlt zudem jeglicher Hinweis auf Vertrauen, Kompetenz, Zugänglichkeit und Sicherheit, was alles integrale Bestandteile einer fruchtbaren und langfristigen Geschäftsbeziehung sind. Es gibt aber durchaus auch andere Definitionen, wie bspw. die der Lending Plattform Auxmoney, welche das Augenmerkt auf den, meines Erachtens, wichtigsten Punkt legt, nämlich auf die Vertrauensbasis.

Verteilte Beziehungs- und Produktlandschaft bei den Kunden

Heidi Muster arbeitet Vollzeit. Sie verfügt über ein Lohnkonto bei einer Bank und ein Wertschriften-Depot mit Mitarbeiteraktien aus der Erbschaft ihres Vaters, welche sie aus emotionalen Gründen nicht verkaufen möchte. Ein Aufbau des Depots mit weiteren Aktien o.ä. ist für sie aber kein Thema, d.h. jedoch nicht, dass Heidi gegenüber Wertschriftensparen abgelehnt ist. So überweist sie jeden Monat CHF 200 auf einen Sparplan bei einem Robo-Advisor, um sich damit über die Jahre diversifiziert etwas anzusparen und bestenfalls von der Entwicklung der Börse zu profitieren.

Das Kreditkartenangebot ihrer Bank sagt ihr nicht zu, weshalb sie sich für die Cumulus- und Supercard-Kreditkarte ohne Jahresgebühr (jeweils für Einkäufe in der Schweiz) entschieden hat und damit gleichzeitig mit den Kreditkarten auch Punkte der jeweiligen Loyalty Programme sammeln kann. Kürzlich ist für Reisen sowie Besorgungen im Ausland die Karte einer Neobank mit attraktiven Wechselkursen in die Kartenwelt von Heidi dazugekommen. Bei der Hypothek sowie den 3. Säule-Konten hat sich Heidi für online Angebote entschieden, welche ihre Bedürfnisse optimal abdecken.

Anforderungen Heidi Muster

Quelle: Eigene Darstellung

Das Beispiel zeigt auf, dass die Kunden sich zunehmend Angebote auswählen, welche optimal zu ihren Bedürfnissen passen und nicht irgendein ein Angebot aus der bestehenden Bankbeziehung wählen. Diese Wahlmöglichkeit war grundsätzlich immer schon vorhanden, doch heutzutage ist die Verfügbarkeit von spezialisierten Lösungen sowie deren Zugang durch die online Verfügbarkeit, der digitale Identifikation und Signatur sehr stark vereinfacht worden.

Diese verteilte Beziehungs- und Produktelandschaft bringt Heidi nebst den Vorteilen, welche sie sich von den Produkten verspricht, auch einige Nachteile:

  • Aufwand die jeweiligen Angebote auf Seriosität und Sicherheit zu prüfen
  • Eine Vielzahl von Ansprechpartner und online Zugängen
  • Fehlendes Gesamtbild über ihre Finanzen an einem Ort
  • Keine Möglichkeit, dass aus ihren verstreuten Daten einer der Unternehmen Erkenntnisse für sie ableiten kann.

Trotz diesen offensichtlichen Nachteilen steigt in der Schweiz die Bereitschaft sich an Produkten von anderen Anbietern zu bedienen.

Was bedeutet dieser Trend für Banken und FinTechs?

Werfen wir einen Blick auf die Hintergründe der obigen Produkteauswahl von Heidi Muster. Die getätigten Produktentscheidungen stehen im Zusammenhang mit Bedürfnissen, welche in der bestehenden Kundenbeziehung nicht oder nicht in der gewünschten Art bezogen werden können. Selbstverständlich sind Kosten bzw. Konditionen auch wichtige Entscheidungsfaktoren und diese werden durch die einfache Zugänglichkeit von vorteilhafteren Angeboten noch verstärkt. Weiter bieten solche Angebote oftmals einfache und leicht verständliche gekapselte Lösungen. Losgelöst von all diesen Elementen sind aber auch Kompetenz und Sicherheit sehr wichtige Entscheidungsfaktoren.

Anforderungen

Quelle: Eigene Darstellung

Diese sich konstant in Bewegung befindlichen Anforderungen umsetzen bzw. stemmen zu können, bleibt gegebenenfalls grösseren Banken vorbehalten. Mittlere und kleinere Bank werden in Zukunft andere Wege finden müssen. Weshalb sage ich das? Retailbanken bieten üblicherweise ein breites Angebot an. Aber genau dieses breite Angebot bringt enorme Herausforderungen, wie sich konstant verändernde Regularien sowie sich verändernde Ansprüche und Bedürfnisse der Kunden, mit sich. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden und trotzdem solide Gewinne erwirtschaften zu können, muss zu den jeweiligen Produkten ein entsprechendes Mengengerüst an Kunden vorhanden sein. Es gibt aber auch andere Wege, wie sich bspw. mit universellen Schnittstellen und diversen Partnern mit einem breiten Angebot aufzustellen. Somit kann den Kunden eine grosse Auswahl an Leistungen angeboten werden, ohne die gesamten Aufwände für das Bauen, Unterhalten und Weiterentwickeln selber tragen zu müssen.

Vorschlag für eine Definition

Das nachfolgende Bild mit der «Bank» dient als Inspiration, für ein Prinzip von Vertrauen in finanzielle Angelegenheiten, welches heute mehr denn je seine Daseinsberechtigung hat, aber nach einem neuen Begriff sucht.

Weitsicht

Vertrauen und Kompetenz sind wichtige Grundpfeiler, wobei das Vertrauen sich durch Kompetenz und dem Verlauf einer Beziehung erst entwickeln muss. Ein solcher Partner trifft nicht Entscheidungen für mich, sondern bringt ein ganzheitliches Angebot sowie seine Kompetenz in die Beziehung ein, um mich zu beraten und mir die richtigen Fragen zu stellen und meine Sichtweise zu challengen – ähnlich einem Coach. Dieser Coach ist niemand der wöchentlich in Anspruch genommen wird, sondern vielmehr in regelmässigen Abständen die finanzielle Entwicklung und Gesundheit prüft und ggf. erweitert oder anpasst. Hierzu gehört auch, dass sich unsere Lebensumstände ändern, bspw. durch

  • Heirat/Scheidung
  • Kinder
  • Immobilienkauf/-verkauf
  • Unternehmensgründung
  • Erbschaft

«Ein Finanz-Coach weist greifbare Kompetenzen, hohe Sicherheit und eine erlebnisgeprägte Zugänglichkeit auf und schafft damit ein Vertrauensverhältnis. Er steht seinen Kunden als vertrauenswürdiger Berater, Problemlöser und Challenger zur Seite. Durch seine Kompetenzen gibt er Anregungen sowie transparente Vorschläge, welche seinen Kunden Entscheidungen vereinfachen. Er ergänzt und schafft einfache Zugänglichkeit zu seinen Angeboten sowie zu Angeboten, welche er selber nicht und nur teilweise anbieten kann.

Diese Beziehung zeichnet sich, obwohl nicht alles vom Finanz-Coach selber stammt, durch ein benutzerfreundliches ganzheitliches Bild der finanziellen-Situation aus und wird durch Proaktivität des Finanz-Coaches so für seine Kunden aufbereitet, dass diese die Entspanntheit und den Weitblick aus dem obigen Bild stets halten können. Wie jede andere Art von Beziehung wird diese, wenn es für beide Partner stimmig ist, von langfristiger Natur sein, in der gemeinsam vereinbarte Ziele regelmässig getrackt und besprochen werden.»

Finance Coach

Quelle: Eigene Darstellung

Mit der zunehmenden Verteilung der Beziehungs- und Produktelandschaft wird das Bedürfnis nach einem solchen Coach immer stärker werden. Eine Unternehmung, die es schafft sich als vertrauenswürdigen Finanz-Coach an der Kundenschnittstelle zu bewähren, wird nicht als reiner Produktelieferant angesehen, sondern wird seine Kundenschnittstelle halten können. Regularien, wie bspw. PSD2 in der EU ermöglichen bereits heute Drittanbietern den Zugang zu wertvollen Kundendaten und zukünftig werden diese die Elemente Kompetenz und Sicherheit weiter ausbauen und zu ernstzunehmenden Mittbewerbern für die etablierten Player werden.

Tippt und wischt ihr noch oder sprecht ihr schon mit eurer Bank?

Voice Assistant

Der Artikel ist am 20. Oktober 2020 erstmals auf InTech.Swiss erschienen.

Die letzten Jahre waren geprägt von Tippen und Wischen auf Touchscreens von Smartphones und Tablets. Die Sprache als Interface gewinnt seit einigen Jahren weltweit immer mehr an Bedeutung, da die Hände frei sind und es sich natürlicher anfühlt. Birgt diese Entwicklung genügend Potential, um das nächste grosse Ding zu werden und sich auch in der Finanzindustrie durchzusetzen?

Bequemlichkeit und örtliche Unabhängigkeit bei der Erledigung von Aufgaben ist ein zentraler Treiber für die Nutzung von Sprachassistenten. Noch bequemer wäre es nur noch, wenn sich die Aufgaben von selbst erledigen würden. Die Sprachtechnologie hat heute bereits ein Reife- und Komfortniveau erreicht, welches die nächsten Jahre unaufhaltsam die Art und Weise verändern wird, wie Beziehungen zwischen Unternehmen und Verbrauchern zukünftig aufgebaut werden.

Die gängigsten Sprachassistenten stehen uns allen – ohne Investitionen in Smart Speakers zu tätigen – über unsere Smartphones breitflächig zur Verfügung, was aufgrund der hohen Verbreitung wie ein Brandbeschleuniger in der Nutzung wirkt. Alexa sowie die Google-Assistant-App ist für Android und iOS verfügbar. Siri (Sprachassistent von Apple) bildet die Ausnahme und steht lediglich auf iOS Geräten zur Verfügung.

Wie funktioniert ein Voice-Assistant?

Die nachfolgende Grafik und Beschreibung veranschaulicht sehr vereinfacht, wie ein heutiger Voice-Assistant funktioniert.

Voice Assistant

Quelle: Eigene Darstellung

  1. Die Aufmerksamkeit des Voice-Assistant (Smart Speaker, Smartphone, Auto Boardcomputer, Fernbedienung usw.) wird via Wake Word (Alexa, OK Google, hey Siri usw.) oder mittels Knopfdruck (Fernbedienungen, Autos usw.) aktiviert und man teilt dem Voice-Assistant seinen Wunsch mit.
  2. Der Voice-Assistant wird gestartet und der Inhalt der Tonspur «Welche Uhrzeit ist es in Sydney?» wird mittels Natural Language Processing (NLP) von einer unstrukturierten Form (Tonspur) in eine strukturierte und maschinenlesbare Form (Text) übersetzt.
  3. Der Text wird durch den Voice-Assistant nach der gewünschten Fähigkeit (Uhrzeit) sowie dem Auftrag (jetzt) an die Fähigkeit untersucht. Dann werden diese Informationen (Uhrzeit; Jetzt; Sydney) an die API der aufgerufenen Fähigkeit (Uhrzeit) übergeben.
  4. Das entsprechende Uhrzeit API läuft mit den Parametern (Jetzt; Sydney) durch und sendet die Antwort wieder zurück an den Voice-Assistant.
  5. Dieser sendet die Antwort an das Gerät, über welches der Auftrag erfolgte.
  6. Und mittels Sprache wird die Antwort von diesem Gerät ausgegeben.

Alles Zukunftsmusik?

Sprachgesteuerte Technologie ist nicht ein Zukunftstraum. Sie ist heute bereits präsent und weit verbreitet, denn sprachfähige Geräte (Smartphones und Smart Speaker) sind allgegenwärtig und immer mehr Geräte lassen sich durch sie steuern. Alleine Amazon ist es in den letzten drei Jahren gelungen, dass Alexa über 100’000 unterschiedliche Geräte von mehr als 9.500 Herstellern mittels Sprache steuern kann.

Geraete unter Alexas Kontrolle

100.000 Geräte unter Alexas Kontrolle

Beachtlich sind ausserdem auch die weltweiten plattformübergreifenden Verkaufszahlen von Smart Speakern. Allein im Jahr 2019 wurden weltweit über 147 Millionen Smart Speakers verkauft. Hinzukommen noch über zwei Milliarden vorhandene Smartphones (weltweit), über welche ebenfalls Voice-Assistants genutzt werden können.

Global Smart Speaker Sales

Global Smart Speaker Sales Q3 2018 – Q1 2020

Wo stehend wir in der Schweiz?

Die Nutzung von Voice-Assistants ist auch in der Schweiz am Boomen. Gemäss dem Voice First Barometer Switzerland aus dem Jahr 2019 nutzen bereits über 51% der Schweizer Bevölkerung im Alltag Voice-Assistants. Das Voice First Barometer Switzerland(Farner ConsultingUniversität Luzern und Swisscom) ist eine repräsentative Studie zur Erfassung und Beobachtung der Verbreitung von Voice User Interfaces (VUI) in der Schweiz, welche seit dem Jahr 2018 jährlich erhoben wird – sowie zur Einstellung der Schweizer Bevölkerung gegenüber diesen neuen Technologien.

Die Nutzerzahl von 51% überrascht sehr, da die grossen Plattformen bis vor kurzem einen grossen Bogen um die Schweiz gemacht haben. Amazons Echo (Alexa) Smart Speaker kann in der Schweiz lediglich mit gewissen Limitierungen – bspw. kein offizieller Support, keine Alexa-App in den Schweizer App-Stores und gewisse Apps lassen sich nicht koppeln, weil die Schweiz als Land nicht supportet ist – genutzt werden. Der Google-Assistant, Siri und Bixby (Samsung) hingegen werden in der Schweiz offiziell supportet.

Die Erklärung, weshalb die Nutzerzahl dennoch so hoch ist findet sich ebenfalls in der Studie. Denn daraus geht hervor, dass 42% der befragten Personen die Sprachfunktionen auf dem Smartphone (Auto 16%, Desktop-Computer12%), und lediglich 2.63% Smart Speakers wie Echo (Alexa) oder Google Home nutzen.

Voice Map Switzerland

Einen sehr guten Überblick zur Voice User Interface Landschaft in der Schweiz verschafft die Voice Map Switzerland, welche durch das Voice Meetup Switzerland und das Institute für Digital Business der HWZ erstellt wurde. Das von ihnen definierte Ziel für die Voice Map ist es, Transparenz zu den Entwicklungen im Bereich der Voice User Interfaces in der Schweiz zu schaffen.

Voice Map Switzerland

Voice Map Switzerland

Banking

Im Schweizer Banken Umfeld gibt es derzeit zwei Vorreiter, welche sich bereits intensiv mit der Einbettung von Sprache und Sprachassistenten beschäftigt haben.

SGKB – der Finanzassistent der Schweizerdeutsch versteht

Seit Juni 2019 können die Kundinnen und Kunden der St.Galler Kantonalbank im Finanzassistenten neben dem klassischen Weg auch direkt per Sprache Abfragen auslösen. Die Spracherkennung basiert auf der Lösung von Spitch und versteht auch Schweizerdeutsch, was die Nutzung natürlicher und einfacher gestaltet. Es ist ein kleiner Schritt, aber es ermöglicht der Bank eine neue Form der Kundeinteraktion auszuprobieren, um damit Erfahrungen für die Zukunft zu sammeln.

Angela Finance – Deine Debit- und Kreditkarte per Stimme im Griff

Angela Finance ist ein Prototyp der Viseca, welcher die Möglichkeit bietet via eines Echo Devices (Amazon Alexa) seine Karte zu sperren, die verbleibende Limite oder die letzten Transaktionen per Stimme abzurufen. Beeindruckend ist auch die Sicherheitslösung, welche in Zusammenarbeit mit Futurae und ihrer Smart Speaker Authentication umgesetzt wurde und den Nutzern unter anderem eine Zero-Touch Methode (ohne Voice Fingerprinting) erlaubt, um sich gegenüber Angela zu authentisieren (2-Faktor-Authentifizierung).

Alexa Futurae MFA 2FA

Futurae

Wenn wir einen Blick zu unserem Nachbarn nach Deutschland werfen, dann finden sich im Banken Umfeld mit den Sparkassen und der Comdirect zwei Banken, welche sprachbasierte Dienstleistungen über den Google Assistant anbieten.

Die Google Action der Sparkassen bietet derzeit Abfragen des Kontostands für Einzel- und Gemeinschaftskonten, Abfragen des Gesamtfinanzstatus sowie Informationen über Eingänge und Abbuchungen auf dem Konto an. Die Comdirect Google Action hingegen richtet sich mit dem Leistungsumfang eher an Trading affine Kunden und bietet Realtime-Kurse, Börsennachrichten zu einzelnen Werten, Konto- und Depotstand Abfragen sowie die Vorbereitung von Überweisungen, welche man nachher in der Comdirect App freigeben kann, an.

Wir sind mitten in einer Revolution des User Interfaces und in der Entstehung eines neuen Milliarden Marktes (weltweit), denn in den nächsten Jahren wird die Steuerung von Geräten über unsere Stimme so selbstverständlich wie die Nutzung eines Smartphones werden.

Die Nutzung eines Sprachassistenten wird nicht zu einem alles entscheidenden Wettbewerbsvorteil führen. Doch im heutigen Umfeld, wo Technologieunternehmen zunehmend über Banklizenzen verfügen verschärft sich der Kampf um die Kundenschnittstelle. Wie alle anderen Online-Branchen müssen Banken und FinTechs evaluieren, wie sich die Kundenpräferenzen bei der Sprachsteuerung entwickelt, denn diese bietet ihnen eine gewaltige Chance Banking Services omnipräsent in den Kontext von Kundenbedürfnissen einzubetten.

iPotty und digitales Geld. Die neue Realität unserer Kinder

Digital iPotty

Der Artikel ist am 28. August 2020 erstmals auf InTech.Swiss erschienen.

Spielzeughersteller entdecken zunehmend Kinder und Jugendliche als attraktive Zielgruppe für interaktive und vernetzte Spielzeuge wie der iPotty oder die moderne «Lädelikasse» mit Handscanner, Kartenterminal und Alexa Unterstützung. Die Nutzung von virtuellem Geld nimmt kontinuierlich zu, doch wie lernen unsere Kinder mit dieser Welt umzugehen und wie unterstützt sie die Finanzindustrie dabei?

Die Anteile der Generationen auf dem Arbeitsmarkt haben sich in den letzten Jahren durch die Pensionierungen der Babyboomer stark verändert. Diese Verschiebung von den bis 2009 dominierenden Babyboomers bis hin zu den Generationen Y und Z, hat einen grossen Einfluss darauf wie und wo heute konsumiert und bezahlt wird. Als Teilnehmer am Arbeitsmarkt oder als Unternehmer nehmen die Generationen Y und Z mit ihrem Selbstverständnis zum Geld, Einfluss darauf wie dieses am Point-of-Sales (Laden oder eCommerce) ausgegeben werden kann. Als Konsumenten sprechen sie gleichzeitig auch ihre Vorstellungen an erwartete Zahlungsmethoden aus. Der Swiss Payment Monitor 2019 zeigte in der letzten Version, dass sich das Zahlungsverhalten in der Schweiz langsam aber sicher in Richtung der digitalen Bezahlverfahren verschiebt. Dieses Verhalten bleibt auch unseren Kindern nicht verborgen, denn mit dem eigenen Bezahlverhalten (Smartphone, Karte oder Bargeld) leben wir ihnen bewusst oder unbewusst vor was für uns normal ist.

Die Spielzeugindustrie ist längst auf den Trend der digitalen Umwelt aufgestiegen und trägt viel dazu bei, dass auch die Zimmer der Kinder sich zu digitalen Kinderstuben entwickeln. Längst gehören Spielzeuge wie Tiptoi, Toni Box sowie Smartphone, Tablet und Sprachassistenten zum Alltag der Kinder dazu. Begünstigt wird dies durch unser eigenes Verhalten, denn Kinder sind erwiesenermassen echte Beobachtungs- und Nachahmungskünstler und lieben es unser Verhalten nachzuspielen. So ist es wenig verwunderlich, dass Spielzeuge entwickelt werden, welche frühe erste Berührungspunkte mit Geräten, wie Smartphones, Tablets oder Sprachassistenten begünstigen.

Digitales Kinderzimmer

Die vom Bitkom erhobene Statistik aus dem Jahr 2017 unterlegt den Trend dieser Entwicklung und zeigt auf, dass Kinder bereits in jungen Jahren Geräte wie Smartphone, Computer, Fernseher und/oder Tablet besitzen. Wir können mir hoher Gewissheit davon ausgehen, dass diese Werte nun im Jahr 2020 noch einiges höher sind.

Digitales Kinderzimmer Statista 2017

Quelle: Digitales Kinderzimmer Statista

Die Bitkom Statistik beginnt bei den 6 bis 7-jährigen Kindern, welche diese Geräte persönlich besitzen, doch selbst Kleinkinder haben bereits frühe Berührungspunkte mit den Geräten der Eltern. Vor allem in Restaurants oder Hotels sieht man vermehrt, wie Kleinkinder mit diesen Geräten beschäftig werden. Dass sich Kleinkinder gut durch Videos ablenken und beschäftigten lassen, suggeriert beispielweise der iPotty, welcher die Kleinkinder für das grosse Geschäft auf dem Töpfchen halten soll.

Genauso wie das bewährte Töpfchen, haben sich auch die «Lädelikassen» längst weiterentwickelt und verfügen in den einfachen Ausführungen über Handscanner, Scanner und Kartenterminal. Eine neuere Entwicklung ist sicherlich, dass wir Erwachsenen beginnen zu Hause digitale Assistenten für den Einkauf zu nutzen, was unserem Nachwuchs nicht verborgen bleibt. Die Produktentwickler in der Spielzeugindustrie haben diesen Trend aufgenommen. So unterstützt der Hersteller KidKraft mit seiner Variante der Spielküche inkl. Einkaufsmarkt, Amazon’s Sprachassistent Alexa und bietet damit Kindern die Möglichkeit, spielend das auf Sprachassistenten basierte eCommerce Einkaufsverhalten der Eltern nachzuahmen.

Durch unser verändertes Konsum- und Bezahlverhalten weichen Bargeldzahlungen immer mehr dem Online-Einkauf und dem Bezahlen per «virtuellem» Geld bspw. Debit- oder Kreditkarten. Es ist aber um einiges schwieriger die Übersicht über das vorhandene Geld zu behalten, wenn nicht der Geldbeutel immer leerer wird, sondern man Ende Monat nur die Rechnung für die Einkäufe auf der Kreditkartenabrechnung zu sehen kriegt. Diese einfache Art zu Bezahlen erfordert neue Fähigkeiten mit dem eigenen Geld umgehen zu können.

Welche Rolle spielt nun FinTech dabei?

Jede Retailbank bietet heute noch das uns allen aus der Kindheit bekannte klassische Kindersparkonto in Verbindung mit den unterschiedlichsten Formen von Sparschweinen und Kinderprogrammen an. Diese sind sicherlich für den Aufbau einer positiven Erinnerung sowie für den späteren Wiedererkennungswert einer Marke lohnende Investitionen. Wenn es jedoch darum geht Kindern den Umgang, den Wert und den Wertmassstab (wie lange muss ich Arbeiten, um mir eine Puppe/Spielzeugauto zu kaufen) des Geldes zu vermitteln, so ist der Lerneffekt mit den Sparschweinen etwas limitiert.

Im Sinne einer Aufklärung ist es von grosser Bedeutung, dass Kinder bereits in jungen Jahren zu verstehen beginnen, dass das Verdienen von Geld mit Anstrengungen verbunden ist. Eine frühzeitige und altersgerechte finanzielle Bildung unserer Kinder ist wichtig, damit sie später auch verantwortungsvolle Entscheidungen treffen können. Entscheidungen, die für ihr tägliches Leben unerlässlich sein werden. Virtuelle Zahlungsmittel und virtuelles Geld erschweren Kindern das Verständnis, für wie lange das Geld reicht und wann es zu Ende ist.

FinTech-Lösungen

Was bietet sich mehr an, um die Finanzkompetenz der Kinder zu fördern, als die von ihnen begehrten Geräte im Haushalt. Diese finden sie nachweislich sehr spannend und sie bieten die notwendigen Möglichkeiten, spielerisch und visuell den Wert des Geldes und wie man damit verantwortungsbewusst umgeht, an.

Finanzinstitute wie die Schweizer Kantonalbanken nehmen dieses Thema derzeit mit dem Programm FinanceMission Heroes auf, wo Jugendliche digital sowie mit Arbeitsmaterialien für die Schule Finanzkompetenzen spielerisch aufbauen können. Einige FinTech Startups wie

setzen mit Mobile-Banking Lösungen für Jugendliche auf Lernelemente und stellen zugleich auch ein vollumfängliches Zahlinstrument (Debit) für ihre Ausgaben zur Verfügung, bei welchem die Eltern ein wachsames Auge darauf halten können.

Je nach Lebensphase der Kinder bzw. Jugendlichen unterscheiden sich die benötigten Lerninhalte. In der Schweiz orientieren sich fast alle Financial Literacy Angebote an Jugendlichen. Die einzigen mir bekannten Ausnahmen bilden hierbei das digitale Sparkässeli Digipigi der Credit Suisse sowie die Lösung von Fintune einem FinTech-Startup, welches mit Finny eine Whitelabel-Lösung eines digitalen Sparkässelis mit Financial Literacy Mobile-App vertreibt. Beide Lösungen sprechen, im Unterschied zu den anderen, Kinder unter 12 Jahren an und knüpfen an die Sparschwein Story an, erweitern diese jedoch durch ein digitales Sparschwein und eine App.

Digipigi Finny

Das Sparschwein bringt das klassische haptische Element mit, bietet aber noch einiges mehr als ihre Keramik Vorfahren. Sie sind neben Sparbehälter auch Nachttischlampe, Wecker und reagieren auf Geldeinwurf und Überweisung mit ihren animierten Gesichtern und Geräuschen. Weiter kommt eine Mobile App für Kinder und Eltern sowie eine Debitkarte für die Kinder mit. Diese Elemente sollen den Kindern den Umgang mit physischen sowie mit digitalem Geld näherbringen. Die Lösungen kennen mehrere Phasen der Kindheit und verändern dadurch auch die Ansprüche bis hin zu dem Punkt, an dem das Kind zum Jugendlichen wird und sich dadurch auch das Konto verändert.

Macht das Sinn?

Solche Lösungen bieten Banken die Möglichkeit durchgängig in den Lebensphasen, vom Kleinkind bis zum Jugendlichen, immer an der Seite der Kinder und Eltern zu sein. Und ihnen bei den ersten Schritten im Umgang mit Geld die nötige Unterstützung zu bieten. Dies ermöglicht ein frühes Branding bei den Kindern und stärkt gleichzeitig die Kundenbindung und das Cross-Selling Potential bei den Eltern.

Man kann die Entwicklung hin zu digitalen Zahlungsmitteln gut oder schlecht finden. Fakt ist, dass Kinder das Verhalten welches sie beobachten nachahmen und es liegt an uns die Werte, welche wir für wichtig erachten, unseren Kindern mitgeben. Die Welt verändert sich und Kinder vor solchen Veränderungen abzuschotten ist keine Lösung. Vielmehr müssen wir unseren Kindern helfen die nötigen Kompetenzen zu erlangen, damit sie selbständig verantwortungsvolle Entscheidungen treffen werden.

Der Weg von der EDV zu FinTech

Erste Autobank der Schweiz

Der Artikel ist am 29. Juni 2020 erstmals auf InTech.Swiss erschienen.

Die Finanzindustrie erlebte in der Vergangenheit immer wieder grosse Digitalisierungsschübe. Das Zepter hatte sie vielfach selbst in der Hand und war Treiberin dieser Veränderung. Manchmal war sie aber die Getriebene und musste schnell lernen, mit veränderten Situationen erfolgreich umzugehen.

Die Finanzindustrie blickt auf eine lange Vergangenheit der Digitalisierung zurück. Die Branche setzte früh auf den Einsatz von innovativen Technologien, auch wenn diese damals ganze Lagerhallen füllten. Genutzt wurden diese Grossrechner, um einfache und repetitive Aufgaben zu automatisieren. Dadurch prägten sie den Betriff «Elektronische Daten Verarbeitung», kurz EDV, welcher vermutlich einigen noch ein bekannter Betriff ist.

Mainframe Grossrechner

ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Fotograf: Baumann, Heinz / Com_Ex-BA01-0183-0006-0006 / CC BY-SA 4.0

Die 60er Jahre mit der Auto-Bank

Ende der 50er bzw. anfangs der 60er Jahre waren die Finanzindustrie sowie die SBB und die Swissair Pioniere (heute würde man wohl den Begriff Early Adopter verwenden) in der kommerziellen Nutzung der Grossrechner-Technologie. Deren Einsatz ermöglichte Dialoganwendungen über einen Bildschirm sowie Verarbeitungsprozesse zu automatisieren und damit eine zur damaligen Zeit unvergleichbare Menge an sich wiederholenden Aufgaben zu erledigen. Der Fokus der Anwendung lag damals bei den Backend-Prozessen und hatte keinen Einfluss darauf wie Finanzinstitute mit ihren Kunden interagierten.

Erste Autobank der Schweiz

ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Fotograf: Comet Photo AG (Zürich) / Com_L11-0151-0006 / CC BY-SA 4.0

Der Digitalisierungsschritt mit den Grossrechnern ermöglichte es im Jahr 1962 der Schweizerischen Kreditanstalt (SKA) an der St. Peterstrasse 17 in Zürich eine Auto-Bank zu eröffnen. Dort konnten Kunden direkt mit dem Auto an einem bedienten Bankschalter vorfahren. Ohne auszusteigen wurde Geld abgehoben und andere Bankgeschäfte getätigt. Nur wenige Jahre später wurde es möglich am klassischen Bankomaten, welcher durch die damalige Schweizerische Bankgesellschaft (SBG) am 1. November 1967 in der Schweiz eingeführt wurde, ohne Schaltermitarbeitende selbständig Geld abzuheben.

Die 90er Jahre und das Internet

Mitte der 90er Jahre brachte die zunehmende Verbreitung und Popularität des Internets die New Economy hervor. Diese bot neuartige Möglichkeiten Produkte und Dienstleistungen in einer bislang nicht dagewesenen Skalierung zu verkaufen. Vorher undenkbare oder nicht rentable Geschäftsmodelle wurden Dank der zunehmend globalen Vernetzung nun möglich.

Videotex-Telefon, Comtel 3210 von Siemens-Albis

ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Fotograf: Comet Photo AG (Zürich) / Com_LC1229-005-002 / CC BY-SA 4.0

Im Zentrum der New Economy stand der E-Commerce, dennoch hatte die Finanzindustrie die zugrundeliegende Technik als Early Adopter genutzt und zuerst Telebanking via Videotex (VTX) angeboten, bis die Credit Suisse im April 1997 (kurz darauf folgten SBG, UBS und die Zürcher Kantonalbank) das erste Online-Banking der Schweiz auf den Markt gebracht hat. Das Online-Banking ermöglichte es den Zahlungsverkehr und später auch den Börsenhandel am heimischen Computer selbständig abzuwickeln.

Der Startschuss der «New Economy» in den 2000er

Die New Economy fand, zumindest an der Börse, am 10. März 2000 mit dem Platzen der Internet Blase (Dot-Com Bubble Burst) ein jähes Erwachen. Seitens der Kunden blieb die Nachfrage nach Online-Angeboten jedoch ungebrochen und wurde in den Folgejahren, durch stetig zunehmende Internetbandbreite und wachsende Popularität des Internets, weiter beflügelt.

Der Startschuss für die «New Economy» der Finanzwelt, also FinTech oder auch Finance 2.0 genannt, wird oft mit der letzten Finanzkrise bzw. dem Fall von Lehman Brothers im Jahr 2008 in Verbindung gebracht. Der Auslöser der Krise blieb nicht nur den Personenkreisen aus der Finanzwelt vorbehalten, auch die breite Masse der Bevölkerung verstand, dass die Gier aus Teilen der Finanzindustrie gepaart mit vorangegangener Deregulation zu einer Spekulationsblase mit enormen Ausmassen führte. Als die Blase 2008 platzte, kollabierte beinahe das weltweite Finanzsystem. Diese geschichtsträchtige Finanzkrise hinterliess einen nachhaltigen faden Beigeschmack am traditionellen Bankgeschäft.

FinTech heute

Selbst wenn die Finanzkrise nicht der alleinige Grund für die Entstehung der FinTech-Bewegung war, so hat zumindest die Enttäuschung über das Verhalten der Finanzindustrie dem Thema FinTech einen enormen Auftrieb verliehen. In den letzten Jahren ist weltweit eine beträchtliche Menge an Kapital in FinTech-Unternehmen geflossen und die Branche hat dadurch ein enormes Wachstum erlebt. Ob die aktuelle Corona-Situation einen vergleichbaren oder gar noch radikaleren Einfluss auf FinTech haben wird, wird sich in naher Zukunft weisen. Offensichtlich ist heute bereits, dass wir durch COVID-19 einen enormen Zuwachs in der Nutzung der vorhandenen digitalen Angebote erleben. Dies aus dem einfachen Grund, weil sich nicht mehr die Frage stellt, ob jemand etwas digital beziehen bzw. nutzen möchte, sondern ob es ein Unternehmen anbieten kann. In Zeiten von Corona, ist der digitale Weg oft auch der einzige Weg die Kunden zu erreichen.

Unternehmen aus unterschiedlichen Industrien wurden aufgrund ihrer zögerlichen Haltung in den vergangenen Jahren gegenüber der Digitalisierung in Zeiten von Social Distancing eiskalt erwischt. Diejenigen, welche ihr Businessmodell überarbeitet oder zumindest den Zugang zu ihren Produkten auf digitale Vertriebswege angepasst haben, profitierten stark und wurden für ihre Weitsicht belohnt. FinTech sowie die Finanzindustrie selbst, hat durch diese Krise eine optimale Ausgangslage erhalten bestehende Investitionen auszubauen, um erfolgreich weitere Meilensteine in der Digitalisierung zu erreichen.

Post-Corona

Das Tempo der Veränderung wird Post-Corona zulegen und den Wandel weiter vorantreiben. Die Kunden sind bereit! Was es nun braucht sind noch zusätzliche attraktive Lösungen, welche die Kundenbedürfnisse direkt beim Entstehen und nicht erst beim angebotenen Produkt oder der Dienstleistung abholen.

FinTech-, Crypto- und Blockchain-Verbände gestern und heute

FinTech InsurTech Blockchain DLT Accelerator Incubator Angels Investment Venture Capital

Der letzte FinTech-Blogbeitrag «Licht ins Dunkel des FinTech Verband-Dschungels» ist nun drei Jahre alt. Die damalige Resonanz auf den Blogbeitrag war beeindruckend und zeigte sehr anschaulich, dass nicht nur mich das Thema der FinTech Verbände beschäftigt hatte. Diese Interessenvereinigungen (Verbände) rund um das Thema FinTech, Crowdfunding und Blockchain gewannen dannzumal nicht zuletzt durch ihre stark extrovertierten Vorstände zunehmend an Aufmerksamkeit genauso wie die damals verfolgten Ziele:

  • mehr Marktpräsenz für Themen wie FinTech, Crowdfunding und Blockchain
  • mittels Bündelung der Stimmen mehr politische Awareness sowie Durchsetzungskraft
  • mehr Themenpräsenz in den Chefetagen der Finanzinstitute und Versicherungen

Zu dieser Zeit war sehr viel in Bewegung, so wurden neue Verbände gegründet genauso wie sich bestehende Verbände mehr Gehör verschafft haben. Es etablierten sich rund um die Interessen der damaligen noch jungen FinTech Welt die Verbände Swiss FinTech Innovations, Swiss Finance Startups, Swiss Finance + Technology Association sowie nicht nur auf FinTech ausgerichtete Verbände wie Digital Zürich 2025, Swiss Startup Association, Swiss Crowdfunding Association und Bitcoin Association Switzerland. Neben diesen thematischen Verbänden wurde auch ein erster global-born Verband namens Global FinTech Association gegründet, welcher die Wichtigkeit des Internationalen für FinTech Startups fördern wollte, um einerseits die Fundingmöglichkeiten zu erweitern und andererseits um die Skalierbarkeit ins Ausland zu unterstützen.

Was hat sich nun in den letzten drei Jahren bei den Verbänden verändert?

Unter anderem haben mich diese Veränderungen dazu bewegt die Verbandsübersicht nicht nur einfach auf den aktuellen Stand zu bringen, sondern diese auch gleich neu zu strukturieren. D.h. die Verbandsübersicht gliedert sich neu in FinTech, Crypto und Blockchain Verbänden sowie in Accelerator, Incubator und Kapitel, welche in einer eigenen Sektion dargestellt werden.

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Verbindungen zwischen Members von FinTech sowie von Crypto-/Blockchain-Verbänden. Die Members werden im Verbindungsdiagramm dargestellt, wenn diese über mehrere Mitgliedschaften verfügen. Hingegen werden Members, welche lediglich einem Verband angehören in den, auf dem Verbindungsdiagramm, folgenden Grafiken mit der dedizierten Verbandsübersicht dargestellt.

Als zusätzliches Goodie findet ihr hier verlinkt ein PDF, welches eine grössere Darstellung erlaubt sowie ermöglicht, auf jedes Logo zu klicken, um direkt auf die Webseite des Verbandes bzw. des Members zu gelangen 😊.

Verbandsuebersicht FinTech Crypto Blockchain
Verbandsuebersicht FinTech Crypto Blockchain

Link zu weitere Details zu den FinTech Verbänden

Verbandsuebersicht Crypto Blockchain
Verbandsuebersicht Crypto Blockchain

Link zu weiteren Details zu den Crypto und Blockchain Verbänden

Neben den FinTech-, Crypto- und Blockchain-Verbänden spielen auch Accelerators, Incubators sowie Angel-Investors und VCs eine wichtige Rolle, weshalb diese nun in der erweiterten Verbandsübersicht ebenfalls einen Platz erhalten haben.

Uebersicht Accelerator Incubator Kapital
Uebersicht Accelerator Incubator Kapital
Accelerators Incubators Kapital
Accelerators Incubators Kapital

Link zu weiteren Details zu Accelerators, Incubators und Kapital

Habt Ihr Hinweise zu der Zusammenstellung, Logo, Links oder ähnlichem, dann meldet Euch bitte mit einem Screenprint, wo etwas korrigiert werden soll. Bitte beachtet, dass nur das abgebildet wird was auf der jeweiligen Verbandsseite offiziell verfügbar ist.

Auch wenn die damalige Verbandsentwicklung wie ein undurchsichtiger Dschungel wirkte, so kann man heute sagen, dass durch die diversen Verbandsarbeiten FinTech in all seinen Facetten sehr erfolgreich in den Chefetagen sowie in der Politik angekommen ist und sich dank dem in der Schweiz vieles positiv entwickelt hat. Dieser Erfolg sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Reise damit noch längst nicht vorüber ist. Themen wie KI, OpenAPIs, OpenData, Cyber Security, Biometrie, Voice Interfaces u.v.m. bieten die kommenden Jahre weiterhin noch sehr viel Raum für weitere aktive Verbandsarbeiten.

Ich bin überzeugt, dass sich in den nächsten Jahren weiterhin vieles bewegt und sich dadurch auch die obigen Übersichten konstant verändern werden. Aus diesem Grund hab ich für die Übersichten eine eigene Seite auf meinem Blog eingerichtet und habe mir vorgenommen diese auch in regelmässigen Abständen zu aktualisiert und ggf. noch weiter auszubauen.

Der Verwaltungsrat ein innovativer Think Tank?

Dieser Blogbeitrag basiert auf meiner Masterarbeit, welche im Rahmen meiner Master-Thesis im Master of Science SUPSI Business Administration with a Major in Innovation Management der Fernfachhochschule Schweiz erstellt wurde.

Unsere Art zu Leben und zu Arbeiten hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Wir machen zwar oftmals noch dieselben Dinge wie früher, aber wir tun sie anders. Das beste Beispiel für eine solche Veränderung ist die Organisation unseres Lebens. Von A wie Arztsuche über F wie Ferien bis Z wie Zoobesuch dreht sich zunehmend alles (Organisation, Terminfindung, Ticket, Fotos, SoMe-Shares) um unsere Smartphones. Durch dieses veränderte Verhalten haben sich bestehende Märkte verändert und neue Märkte entwickelt, welche oftmals durch neue innovative Player besetzt wurden.

Im Jahr 2018, als ich meine Grobdisposition erstellte, musste ich davon ausgehen, dass Innovation ein strategisches Thema sei, welches bei allen Finanzinstituten auf der Agenda stand und wohl der Verwaltungsrat dabei eine relevante Rolle einnehmen sollte. Sollte/Müsste – Ich war mir nun sicher, dass ich das genauer wissen wollte. Bei meiner Recherche bin ich dabei sehr früh auf das Buch von Silvan Felder „Der Verwaltungsrat“ gestossen. In diesem Buch hat Sandro V. Gianella ein Kapitel geschrieben, in welchem folgendes Zitat vorkam:

„Wer über Strategie entscheiden will, muss Visionen entwickeln können, was nicht zuletzt eine intellektuelle, fachlich und zeitlich intensive Auseinandersetzung mit dem Unternehmen erforderlich macht. Ein moderner, wirkungsvoller Verwaltungsrat versteht sich nicht ausschliesslich als Führungsgremium, sondern als innovativer Thinktank, in welchem Visionen und Strategien aus verschiedensten Gesichtswinkeln heraus und auf höchsten Niveau diskutiert und evaluiert werden.“

Dieses Zitat hatte mich in meiner Themenwahl für die Masterarbeit nochmals bestärkt. D.h. ich wollte der Frage nachgehen, welche Verantwortlichkeit der Verwaltungsrat in einem Unternehmen in Bezug auf Innovation einnimmt. Deshalb setzte ich mir zum Ziel, in meiner Masterarbeit, die Rolle des Verwaltungsrates im Kontext der Innovation aus drei Perspektiven – Aufgaben/Verantwortlichkeiten, Fremdbild und Selbstbild – zu untersuchen. Ich grenzte, um den Umfang nicht zu sprengen das Untersuchungsfeld auf Deutschschweizer Kantonalbanken ein.

Man könnte sich nun fragen wie relevant dieses Thema im Jahr 2019 noch ist. Das hohe Interesse an den Experteninterviews teilzunehmen sowie die Rücklaufquote der VR-Fragebogen von über 37% zeigen jedoch auf, dass es sich beim gewählten Thema immer noch um ein sehr relevantes Thema handelt. Dies vielleicht, weil die neuen Möglichkeiten und auch die Bedrohungen durch neue Marktplayer viel näher und greifbarer sind als noch vor ein paar Jahren.

Einige Erkenntnisse und Aussagen aus der Arbeit

  • Die Nutzung der digitalen Möglichkeiten in der Schweiz hat eine lange Geschichte
  • Die Politik hat sich in der Schweiz bewegt, was aber auch bedeutet, dass für FinTechs die Markteintrittshürden verringert wurden und mehr Rechtssicherheit geschaffen wurde
  • Die Anzahl der FinTech Start-ups hat in der Schweiz stark zugenommen
  • Der Begriff Diversität in Verwaltungsräten ist aktuell zu fest auf Gender-Diversity festgefahren
  • Es gibt unvorteilhafte Limitierungen bei der Wahl von Verwaltungsrats-Vertretern durch lokalpolitische Limitierungen
  • Es fehlen adäquate Gefässe, welche gezielt die Weiterbildungsbedürfnisse von Verwaltungsräte adressieren
  • Die Schweiz hat liberale Gesetze und bietet dadurch viel Raum für Innovation
  • Weiterbildung ist Key – bei exponentiellem Fortschritt gibt es auch eine dramatische Halbwertszeit des bestehenden Wissens.

Blick nach Vorne
Es ist unübersehbar, dass die heutige Art wie wir leben sich von der Art vor zwanzig Jahren massiv unterscheidet. Begriffe wie Biometrie und Cyber-Attacken sind aus der Science-Fiktion-Welt ausgebrochen und Wirklichkeit geworden.

Der mit dem Moore’schen Gesetz vergleichbare exponentielle Fortschritt wird wohl nicht urplötzlich zum Stillstand kommen, sondern sich nach einhelliger Meinung vielmehr entlang der bestehenden exponentiellen Kurve weiterentwickeln und alle Industrien stark verändern. D.h. Veränderungen werden in einer uns heute noch unbekannten Geschwindigkeit geschehen und Zurückhaltung kann dann schnell zu einem bedrohlich grossen Abstand zu Mitbewerbern führen.

Wird sich dadurch die Rolle des Verwaltungsrates in Zukunft verändern? Das ist, basierend auf den Erkenntnissen der Arbeit, nicht anzunehmen, denn die in den untersuchten Gesetzen, Regulationen und Standards beschriebenen Anforderungen sind sehr generisch gehalten, was auch die Experten bestätigt haben und sollten einer veränderten Welt durchaus Rechnung tragen können. Es ist aber anzunehmen, dass die Zusammensetzung der Fähigkeiten der Verwaltungsräte anders sein wird. Betriebswirtschaft und Recht werden bestimmt weiterhin sehr wichtige Fähigkeiten bleiben, sie alleine greifen aber zu kurz, um sich inskünftig am Markt behaupten zu können. Weiter wird der Wissens- und Weiterbildungsdrang von Verwaltungsräten massgebend sein, um die immer schneller werdenden Veränderungen zu verstehen und deren Einflüsse auf die bestehenden Geschäftsmodelle antizipieren zu können sowie neue sich aus den Veränderungen ergebene Geschäftsmodelle abzuleiten.

Download zur Arbeit

And the Winners are…

SCIP Lab8 Cybersecurity

Gratulation an die folgenden drei Gewinner:

  • Stefan Portmann, Senior ICT Projektleiter bei Luzerner Kantonalbank AG, welcher mehr über Security Themen lesen möchte
  • Jonas Felix @wingsuitist, welcher Stoff für den nächsten Infosec yalit Roman sucht
  • Flavio Aiello‏ @flavioaiello, der Ungeduldige, welcher nicht warten will, bis er das Scip Labs8 von seinem Kollegen ausleihen kann

@TheWinners – Schickt mir einen DM mit Eurer Adresse, damit ich Euch das Buch zustellen kann.

Besten Dank an alle die teilgenommen haben.

 

Cybersecurity und FinTech

cybersecurity

Der Jahreswechsel und die damit verbundenen Vorhersagen für das Jahr 2017 sind erst einige Wochen alt. Ein Element, welches bei fast allen FinTech-Vorhersagen präsent war, ist das Thema Cybersecurity. Hier ein paar Beispiele 

fintech.finance – Security will be paramount 
BBC News – 2017 tech Trends
Chris Skinner’s Blog – 10 Predictions for 2017

efinancialcareers – These will be the seven hottest fintech skills of 2017

Auch Beratungsunternehmen stellen in ihren Umfragen zur Zeit fest, dass das Thema Cybersecurity immer mehr an Bedeutung gewinnt. So zum Beispiel im EY Bankenbarometer, befand sich das Thema Cybersecurity im Jahr 2015 auf Platz drei und im Jahr 2016 rangierte es nun bereits auf Platz zwei.

So richtig befeuert wurde das Thema Cybersecurity in den Medien und in der FinTech-Welt durch einige Vorfälle wie zum Beispiel Tesco oder N26 Ende 2016.

Tesco
Anfangs November 2016 wurden gemäss Bericht auf Inside-IT bei Tesco «drei Millionen» Dollar von Kundenkonten entwendet. Von den 136’000 Kontobesitzer seien um die 9’000 von den illegalen Transaktionen betroffen» konnte man in den BBC News lesen. 

N26
Im Dezember 2016 wurde publik, dass N26 mit schwerwiegenden Sicherheitsproblemen zu kämpfen hatte http://fortune.com/2016/12/28/n26-smartphone-bank/ 

Dass solche Vorfälle auch einen Einfluss auf die «klassische» Finanzwelt haben, zeigte sich in den Aussagen von Sicherheitsforscher Vincent Haupert, welcher die Probleme bei N26 auf dem 33. Chaos Communication Congress (33C3) in Hamburg vorgeführt hatte.

Zitat aus dem Bericht auf heise online
«FinTechs zerstörten nun auch das noch vorhandene Vertrauen in den Finanzsektor, dass Banken über Jahrzehnte hinweg aufgebaut hätten. Zudem vergrößerten sie den Druck auf traditionelle Häuser, immer einfach bedienbare Apps in Verkehr zu bringen, die in der Regel in Punkto Sicherheit nicht mithalten könnten. Auch die Bankenaufsicht Bafin kritisierte er dafür, offenbar ohne belastbare Prüfungen Lizenzen zu erteilen.» 

Haupert geht m.E. etwas hart ins Gericht mit den FinTech Unternehmen. Nichtsdestotrotz sind seine Aussagen nicht von der Hand zu weisen, denn die durch FinTech Unternehmen getriebene schnelle Entwicklungs- und Release-Geschwindigkeit, in Kombination mit oftmals zu wenig Geld für Security, sind eine explosive Mischung, wenn es um Finanz- oder Versicherungslösungen geht. Des Weiteren kommt dazu, dass die traditionellen Häuser – wie Haupert es nennt – aufgrund des durch FinTechs erhöhten Markt- und Margendrucks auch solche Entwicklungs- und Release-Zyklen anstreben, um kompetitiv bleiben zu können. Das kann aber zu seriösen Problemen führen, denn deren Systeme und Entwicklungsprozesse sind üblicherweise über Jahre auf Stabilität und Sicherheit getrimmt worden und nun sollen plötzlich viel schnellere Release Zyklen eingeführt werden. 

Mir wurde dieses Jahr die Ehre zu Teil, das Vorwort für die diesjährige Scip Labs Ausgabe zu schreiben. Das Vorwort geht genau auf die obenerwähnte Problematik, des Marktdrucks durch FinTech-Unternehmen auf „klassische“ Institute, ein. Denn die heute vom Markt verlangte und durch FinTechs getriebene Entwicklungs- und Release-Geschwindigkeit führen unweigerlich irgendwann zu fatalen Fehlern. Eines ist jedoch klar, die Veränderungen und das neue Tempo sind unaufhaltbar und Teil der neuen Realität, aber es erfordert, dass im Bereich der Cybersecurity ein Paradigmawechsel in der Abwehr von Angriffen und in der Art wie Verteidigungslinien aufgebaut und gepflegt werden, stattfindet.

Wir haben in der Schweiz sehr gute Voraussetzungen, um auch diese Herausforderungen zu meistern wie GreaterZurichArea letzthin in ihrem Blog festgehalten hat „Cybersecurity is becoming an important issue“. Dieser Blogpost zeigt, dass wir im Bereich von Cybersecurity sehr viel Kompetenzen haben und uns diesen Standortvorteil zu Nutzen machen sollten, um Systeme bei FinTech-Startups sowie traditionellen Häusern besser zu schützen.

Neugierig auf das Scip Lab8? Ich verlose drei Exemplare.

SCIP Lab8 Cybersecurity

Lass mich bis am 17. Februar 2017 12:00, wissen, weshalb genau Du ein Exemplar haben solltest – die kreativsten drei Mitteilungen erhalten ja ein Exemplar des Buches von mir zugestellt.

Eingaben nehme ich gerne auf LinkedIn, Twitter, Google+ oder Facebook entgegen. Nach Ablauf der Frist, werden alle Eingaben publiziert und die drei Gewinner durch mich erkoren.

 

Licht ins Dunkel des FinTech-Verband-Dschungels

Menschen die in ähnlichen oder gar denselben Geschäftsfelder tätig sind, versuchen sich früher oder später zu Interessengruppen, Gilden oder auch Verbänden zu formieren. Obwohl man vielleicht in direkter oder indirekter Weise in Konkurrenz zueinander steht überwiegen die Vorteile einer gemeinsamen Organisation bzw. einer gemeinsamen Stimme in den meisten Fällen. Denn ein solcher Zusammenschluss eignet sich hervorragend für den gemeinsamen Erfahrungsaustausch oder auch, um politisch gemeinsam eine hörbarere Stimme zu haben als jede Person bzw. Unternehmen für sich alleine.

Auch in der aktuellen FinTech-Welt ist das nicht anders. Zwar zeigt sich ein sehr heterogenes Bild. Wenn man sich jedoch die Ziele und Motivationen der einzelnen Verbände genauer ansieht, ist dennoch eine gewisse Überschneidung von Zielen bei gewissen Verbänden ersichtlich. Nichtsdestotrotz ergänzen sich die Meisten – nicht alle – meines Erachtens ganz gut, denn gewisse legen den Hauptfokus auf internationale Vernetzung, Crowdfunding oder Bitcoins und andere wiederum orientieren sich generisch an Startup, wobei dort natürlich auch FinTech Startups vertreten sind.

Es wurden erst unlängst einige Stimmen laut, welche sehr erstaunt über die inflationäre Zunahme von FinTech-Verbänden waren und sich fragten, ob nicht auch auf Verbandsebene mehr Zusammenarbeit oder vielleicht gar weniger Verbände für die kleine Schweiz nicht besser und zukunftsträchtiger wären. Ich muss gestehen, ich hatte den Überblick über die Verbände – bis zum Schreiben dieses Beitrags – auch etwas verloren. Ich kannte zwar noch alle Verbände, doch wusste ich nicht mehr wer hinter welchem Verband steht, welche Unternehmen dahinterstehen und was der Zweck der jeweiligen Verbände ist. Zu diesem Thema werde ich nun hoffentlich etwas Licht ins Dunkel bringen, damit ihr euch ein eigenes Bild machen und eine eigene Meinung über die aktuelle Verbandssituation bilden könnt.

Swiss Finance Startups

Swiss Finance Startups ist im Bereich der FinTech Verbände der wohl bekannteste Verband, weil er es seit der Gründung geschafft hat, viel positive Aufmerksamkeit für FinTech Startups zu erregen und sich dadurch auch zum ernstzunehmenden und professionellen Sprachrohr der FinTech Startup-Szene gemausert hat.

VerbandsformVerein
Gründung Mai 2014
Board-Members Christina Kehl (SFS), Urs Haeusler (DealMarket), Gian Reto à Porta (Contovista) und Thomas Brändle (RunMyAccounts)
Advisory Board Andreas Kubli (UBS), Patrick Baumberger (Raiffeisen), Jan Schoch (Leonteq), Johannes Höhener (Swisscom)
Topic-Advisor Maximilian Straub (McKinsey), Marcel Stauch (Glarner Kantonalbank), Andreas Dietrich (IFZ), Peter Gassmann (AdNovum), Markus Waser (Finnova)
Anzahl Mitglieder78
Kosten MitgliedschaftStartup Member 100 CHF/Jahr, Partner nach individueller Vereinbarung
Leistung für Mitglieder SFS als Sprachrohr der Startups verstärkte Medienpräsenz, Vertreten der Startup-Belange gegenüber Politik und gegenüber grosser Unternehmen auf dem Finanzplatz
Zugang zu einem grossen Netzwerk nicht nur zu anderen Startups, sondern vor allem auch zu potentiellen grossen Partner auf dem Finanzplatz
Teilnahme sowie Mitwirkung an SFS- und Partner-Events
SFS Arbeitsgruppen (Startups werden als gleichberechtigte Gesprächsteilnehmer platziert)
Partner Offerings SFS-Startups erhalten Zugang zu speziellen stark vergünstigten und teilw. kostenfreien Angeboten, darunter z.B. Headhunter-Services, Unternehmensberatung, Versicherungspakete, Legal Advice, etc. (dieser Bereich wird derzeit noch stark ausgebaut)
SFS als Plattform Startups werden auf dem Blog, in sozialen Kanälen sowie im Netzwerk-Newsletter gefeatured
Stimme bei regulatorischen Fragen
Regelmässige Promotions von Partnerorganisationen (bspw. Vergünstigte Messe-/Event-Tickets)
Zweck/ZielDie Schweizer Wirtschaft und damit die Zukunft der Schweiz fussen mit nicht unwesentlichem Anteil auf einem erfolgreichen Finanzsektor. Dieser Sektor sieht sich aufgrund der voranschreitenden weltweiten Digitalisierung grossen Veränderungen gegenüber - schon in naher Zukunft wird es keinen erfolgreichen Finanzplatz ohne FinTech geben. Der SFS ist überzeugt, dass Investitionen in FinTech, gleichbedeutend sind mit Investitionen in die Zukunft der Schweiz und dafür setzen sie sich aktiv ein. FinTech-Innovationen wiederum werden derzeit nicht ausschliesslich aber vor allem von Startups getrieben. Diese kleinen agilen Einheiten sind das Rückgrat der heutigen FinTech-Szene, aber ein einzelnes Startup hat weder eine hörbare Stimme noch eine Lobby und eben hier sieht der SFS sein Mission. Sie sind die gemeinsame Stimme der FinTech-Startups im Sinne eines zukunftssicheren gesamtschweizerischen Finanzplatzes.
Grösste Erfolge seit der GründungMai 2014 - Gründung von 4 Gründer-Startups
Februar 2015 Erste grosse Corporation steigt als Partner ein (Swisscom)
August 2015 Erstes Politpanel, SFS-Startups bekommen erstmals eine Plattform, um gemeinsam mit Politik und Wirtschaft öffentlich zu debattieren
Oktober 2015 Umsetzung einer grossen FinTech Studie in Zusammenarbeit mit Roland Berger
Mai 2016 Swiss Fintech & Digitization Day mit Unterstützung des Bundespräsidenten Johann N. Schneider-Ammann und der Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch, SwissFintechDay SFS überreicht Forderungskatalog zur Verbesserung der Startup-Situation an den Bundesrat
Mai 2016 Gründung einer Geschäftsstelle mit einem operativen Team
Juni 2016 Verkündung grosser Partnerschaften (UBS, Raiffeisen, Leonteq), die eine operative Arbeit ermöglichen. Weiterhin verstärkter Startup-Fokus
Juli 2016 Lancierung der sogenannten Partner Offerings für Mitglieder-Startups -> echte Unterstützung von Startups durch vergünstigte Leistungen seitens SFS-Partnern (Recruiting-Services, Unternehmensberatung, IT-Services, Legal Advice, Versicherungspakete, etc. - noch im Aufbau)
Juli 2016 Lancierung von Arbeitsgruppen: Zusammenarbeit von Startups & Corporations als gleichberechtigte Partner in Fragen bezüglich des Finanzplatzes (regulatorische Fragen, etc.)
Juli 2016 Vorkonsultation: SFS reicht nach Mitgliederbefragung ein umfassendes Paper an EFD & SECO, die in ihrer AG FinTech an einem verbesserten regulatorischen Rahmen für FinTech-Startups arbeiten
August 2016 FinTech meets Kantonalbank, gemeinsames Projekt in Zusammenarbeit mit dem VSKB. Ziel ist Stärkung der Zusammenarbeit von FinTech-Startups und Schweizer Kantonalbanken.
Oktober 2016 Zweites Politpanel in Bern (mehr Info TBA)

Global FinTech Association

Durch die Globalisierung wachsen wir alle in vielen Belangen weltweit etwas näher zusammen und genau diesem Fakt trägt die Global FinTech Association Rechnung. FinTech Startups in der Schweiz einen optimalen Nährboden zu bieten ist wichtig – aber dieser Aufgabe widmet sich bereits der SFS sehr stark – die internationale Orientierung hingegen, ist eine ebenso wichtige Aufgabe, welche einerseits den internationalen Austausch unter den Startups fördern soll und andererseits den Startups helfen soll, international skalieren zu können und/oder Zugriff auf internationales Funding zu haben und genau daran knüpft die Global FinTech Association an.

Verbandsform Verein
Gründung Januar 2016
Board-Members Jan Schoch (Leonteq), Christina Kehl (SFS)
Advisory Board Mike Taormina (CU Lending Exchange), Roger Ying (Pandai), Enrique Quemada (ONEtoOne Corporate Finance)
Anzahl Mitglieder14
Kosten MitgliedschaftJahresgebühr für FinTechs ist CHF 100. Erste Gebühr fällt im 2017 an.
Leistung für Mitglieder Networking And Learning Liaise with members, experts, like-minded people and other FinTech stakeholders and exchange ideas globally
Collaborative Offering Develop, offer and market services to clients in a coordinated manner. Reap network effects and capitalize on enhanced interoperability.
Financing Tap into GFA’s network of Angels, VCs and investors to fuel your business’ growth
Stakeholder Dialogue Make your ideas heard. GFA to become the main point of contact for journalists, international FinTech regulators.
Zweck/ZielThe digital revolution of the financial services industry is in full swing and will change client experiences and processes forever.
We created the GFA to coordinate the industry’s needs and challenges on a global scale in order to achieve true global impact and to jointly advance the global FinTech ecosystem.
Grösste Erfolge seit der GründungJanuar 2016 Lancierung der GFA an von GFA/ Leonteq organisierter internationaler FinTech-Konferenz in ZH im Bogen F mit ca. 120 Teilnehmern und Rednern aus den wichtigsten FinTech Hubs weltweit
Juli 2016 FinTech-Vorkonsultation (Analog SFS): GFA reicht in Abstimmung mit anderen Parteien im Ökosystem ein umfassendes Paper an EFD & SIF, die in ihrer AG FinTech an einem verbesserten regulatorischen Rahmen für Fintech-Startups arbeiten
Juli 2016 Erste internationale Kooperationen Next Money vereinbart
Partnerschaften SFS, Swiss Fintech Innovations, Swiss Innovation Valley und InnMind

Swiss FinTech Innovations

Dieser, von der Finanzbranche gegründete, Verband hat sich zum Ziel gesetzt, die Schweiz zum international führenden Zentrum für Digitalisierung und Innovationen im Finanzbereich zu machen. Um dieses Ziel zu erreichen, bauen sie Brücken zwischen ihren Mitgliedern, der Forschung und Wissenschaft, den Startups, dem Regulator, den staatlichen Organisationen, den Innovation Hubs und den Venture Capitalists und Angels.

Verbandsform Verein
Gründung März 2016
Board-Members Daniel Heinzmann (Zürcher Kantonalbank), Rudolf Kurtz (Raiffeisen), Marco Abele (Credit Suisse), Lamine Brahimi (Lombard Odier), Thorsten Hens (Swiss FinTech Innovation Lab), Matthias Müller (SIX Group), Christof Naef (Bank Vontobel), Daniela Maag (Helvetia Versicherungen), Fabian Müri (Swiss Life), Marianne Wildi (Hypothekarbank Lenzburg), Volker Schmidt (CSS), Lorenz Hänggi (Axa Winterthur)
Advisory Board Abraham Bernstein (Universität Zürich), Christian Bretscher (Zürcher Bankenverband), Oliver Gassmann (HSG), Eva May (Standortförderung Kanton Zürich), Gian Reto à Porta (Swiss Finance Startups), Regine Sauter (Zürcher Handelskammer), Florian von Wangenheim (ETH), Prof. Andreas Dietrich (HSLU/IFZ), Prof. Hans Brunner (ZHAW), Edouard Cuendet (Fondation Genève Place Financière)
Anzahl Mitglieder11
Kosten MitgliedschaftCHF 30'000
Leistung für Mitglieder Die Leistungen sind im Einklang mit der Erreichung der Ziele des Verbandes
- Es gibt Arbeitsgruppen in denen Themen bearbeitet werden, welche für ihre Mitglieder hoch relevant sind. In diesen Arbeitsgruppen arbeiten auch Startups mit, sodass ein offener Austausch zwischen ihren Mitgliedern und den Startups gelebt werden kann.
- Für Startups bieten sie eine Ansprechstelle, die sie unterstützt und den Zugang zu ihren Mitgliedern ermöglicht, um auf Anhieb, bei ihren Mitgliedern, die richtige Ansprechperson zu finden.
- Vernetzung und Vertretung der Interessen ihrer Mitglieder im Sinne der Verbands Ziele.
Zweck/ZielDas übergeordnete Ziel des Verbandes ist:
“Our mission is to position Switzerland as a leading center for Fintech»

Sie sehen sich als eine schweizweite Initiative, welcher jede Bank und Versicherung, unabhängig von Grösse und regionaler Ansiedlung beitreten kann.

Digitalisierung, Innovation und somit künftige Wettbewerbsfähigkeit betreffen den ganzen Finanzplatz Schweiz und sie wollen mit vereinten Kräften helfen, nachhaltige und zeitnahe Lösungen zu realisieren.

Der Verband verfolgt drei konkretere Ziele:
Connect Networking and raising awareness of stakeholders.
Sie wollen Brücken bauen zwischen ihren Mitgliedern und der Forschung und der Wissenschaft (vgl. Swiss Fintech Innovations Lab), Startups, dem Regulator, staatlichen Organisationen, Innovation Hubs, Venture Capitalists und Angels usw., um ihr übergeordnetes Ziel zu erreichen.
Foster Fostering an open dialogue with fintech startups
Do Developing and implementing solutions on topics of common interest in working groups
Grösste Erfolge seit der GründungNeue Mitglieder Der Verband konnten seit der Gründung bereits drei neue Mitglieder gewinnen.
Vernetzung und Austausch fördern, sowie Mehrwert für Startups generieren: Sie arbeiten wir mit allen relevanten FinTech Verbänden eng zusammen (Swiss Innovation Outpost, Swiss Finance Startups, Digital Zürich 2025, Global Fintech Association und Swiss Finance + Technology Association). Aber auch mit anderen Partnern z.B. aus der Forschung. Besonders hervorzuheben sei hier die Uni Zürich.

Ausserdem sind sie nun neu in der Geschäftsleitung der SKSF vertreten. Hinzu kommt eine Partnerschaft mit den SICTIC FinTech Angels. Vernetzt sind sie auch mit anderen wesentlichen Vertretern wie der Standortförderung.
Einigen Startups haben sie bereits intern spannende Kontakte vermitteln können.
Arbeitsgruppen Aktuell haben sie vier, die alle bereits erste Inhalte erarbeitet haben.
„Fintech Regulation“ (u.a. Antwort auf EFD Statement zu Markteintrittshürden),
„Digital Identity, Trust & Privacy“,
„Distributed Ledgers, Cryptocurrencies & Smart Contracts“,
„Open APIs in Financial Services & Future client relationship and interfaces“ und sich regelmässig treffen. In die Arbeitsgruppen können auch Startups aufgenommen werden. Dies ist ihnen sehr wichtig, um ihrem übergeordneten Ziel (CH als leading fintech center) näher zu kommen.

Digital Zürich 2025

Dieser, ich möchte nicht sagen von der Politik gegründete Verband, aber stark politisch beeinflusst trifft es m.E. nicht schlecht, möchte die Schweiz ebenfalls zum führenden digitalen Innovations Hub machen. Damit sie dieses Ziel erreichen können, haben sie sich zum Ziel gesetzt, die Schweiz mit seinen vielfältigen Vorzügen, Talenten und Möglichkeiten zu einem Zentrum der digitalen Innovation in Europa zu machen. Die Doppelstruktur von Verein und Stiftung ist historisch bedingt aus dem Zusammenschluss des Vereins DigitalZurich2025 und der Kick Foundation. Seit Februar 2016 sind beide Organisationen und Führungsgremien unter einem Dach vereint.

Verbandsform Verein und Stiftung
Gründung September 2015
Board-Members / ExekutivausschussDr. Christian Wenger (Wenger und Vieli Rechtsantwälte), Stefan Schöbi (Migros), Roland Siegwart (ETH), Marcel Stalder (EY), Pascale Vonmont (Gebert Rüf Stiftung), Marc Walder (Ringier), Patrick Warnking (Google Switzerland), Roger Wüthrich-Hasenböhler (Swisscom), Detlef Günther (ETH), Martina Larkin (WEF)
Advisory Board / LenkungsausschusssMarc Walder (Ringier), Lino Guzzella (ETH), Heinz Karrer (Economiesuisse), Ruedi Noser (FDP), Patrick Warnking (Google Switzerland), Susanne Ruoff (Swiss Post), Andreas Meyer (SBB), Urs Schaeppi (Swisscom), Ivo Furrer (Swiss Life), Lukas Gaehwiler (UBS), Philipp Rösler (WEF), Martin Vetterli (ETH Lausanne)

Anzahl Mitglieder33
Kosten MitgliedschaftGründungsmitglieder/Trägermitglieder
Mitgliedsbeitrag CHF 50.000 p.a. & Engagement
- Teilnahme eines Geschäftsführers/Mitgliedes der Geschäftsleitung in wesentlichen Entscheidungsgremien bzw. an der Vereinsversammlung sowie das Einbringen von mindestens 0.5 FTE fachlicher Ressource in das operative Team von DigitalZurich2025
- Aktivierung der Mitgliedschaft DigitalZurich2025 in der internen Kommunikation sowie im Rahmen geeigneter externer Marketing-
und Kommunikationsmedien sowie Events des Mitgliedsunternehmens

Partner
Mitgliederbeitrag CHF 15.000 p.a. & Engagement
- Unterstützung der Initiative DigitalZurich2025 durch den Einbezug in die interne und externe Kommunikation des Mitglieds

Startups
Mitgliederbeitrag CHF 100 p.a. & Engagement
- Unterstützung der Initiative DigitalZurich2025 durch den Einbezug in die Kommunikation des Mitglieds
Leistung für Mitglieder Gründungsmitglieder/Trägermitglieder
- Nennung als Gründungsmitglied bzw. Trägermitglied in allen wesentlichen Kommunikationsinstrumenten
- Nutzung des Brands von DigitalZurich2025 in der eigenen Markenkommunikation
- Exklusiver Zugang zu Thought-Leadership-Projekten, erstklassigen Hightech-Startups, Trends, Netzwerken und zum Mitarbeiterentsendungsprogramm von DigitalZurich2025
- Bevorzugter Zugang zu Tickets an Veranstaltungen, die von DigitalZurich2025 unterstützt werden
- Sponsoring-Möglichkeit von allen Initiativen von DigitalZurich2025

Partner
- Exklusiver Zugang zu Hightech-Startups, Trends, Netzwerke und Tickets
- Sponsoring-Möglichkeit von allen Initiativen von DigitalZurich2025
- Nennung als Partner
- Nutzung des Brands von DigitalZurich2025 in der eigenen Markenkommunikation
- Positionierung als innovative Organisation, die die digitale Transformation aktiv mitgestaltet

Startups
- Exklusiver Zugang Investoren, Schweizer Startup-Förderprogrammen, Schweizer Grossunternehmen und Tickets
- Einbindung in die DigitalZurich2025-Kommunikationskanäle: Startups können alle Kommunikationsupdates zu ihrem Jungunternehmen (Launch, Produktlancierungen, Erfolgsgeschichten, News zum Unternehmen) an DigitalZurich2025 senden; DigitalZurich2025 teilt diese via den eigenen Social-Media-Kanäle und generiert so zusätzliche nationale und internationale Reichweite und Visibilität
- Nennung als Startup-Mitglied von DigitalZurich2025
Zweck/ZielDas ‚2025‘ im Namen ‚DigitalZurich2025‘ definiert einen zeitlichen Zielhorizont. Es soll das angebrochene Dezennium genutzt werden, um die digitale Transformation der Schweiz weiter voranzubringen. Die bislang ungenutzten Potenziale geben ihnen und ihren Mitgliedern die Möglichkeit, wichtige Weichen zu stellen, um die heutigen digitalen Herausforderungen in
Chancen umzuwandeln.

Alle Mitglieder der Initiative DigitalZurich2025 stellen dafür ihre gebündelten Kräfte und Ressourcen in den Dienst ihrer Vision:
„ Gemeinsam machen wir die Schweiz zum führenden digitalen Innovationshub in Europa.“

Ihre Agenda sieht folgendes vor:
- Wir nutzen unseren Einfluss in den Gremien und Instanzen für eine fortlaufende Optimierung der regulatorischen Rahmenbedingungen, um den Zuzug von Startups und digitalen Top-Talenten zu fördern.

- Wir unterstützen junge Gründer mit deskriptiven digitalen Ideen und fördern deren Vernetzung mit der Schweizer Wirtschaft. Unser Einsatz für den Ausbau des Innovationsökosystems macht den Standort attraktiv für Venture-Capital-Investoren und Corporate-Venture-Aktivitäten aus dem In- und Ausland.

- Wir helfen beim Ausbau des Talentpools in der Schweiz, bei der Förderung digitaler Bildungsangebote und der MINT-Fächer sowie bei der stärkeren Vernetzung von Bildung und Wirtschaft für beschleunigte Time-to-Market-Zyklen für junge Gründer mit innovativen Geschäftsideen.

- Wir bieten Plattformen des Austauschs zwischen digitalen Unternehmern und führenden etablierten Unternehmen wie den Kickstart Accelerator, den Investor Summit und unsere Teilnahme an internationalen Leitmessen und Events, um einen permanenten gegenseitigen Kultur- und Know-how-Transfer in Gang zu bringen und zu halten. Auf unseren Veranstaltungen treffen sich Market Leaders und Market Innovators zu grossem gegenseitigem Nutzen.
Grösste Erfolge seit der GründungKeine Angaben

Swiss Finance + Technology Association

Der Verband hat unter anderem mit dem FinTech-Ökosystem-Directory auf sich aufmerksam gemacht. Er wurde durch Startups gegründet und organisiert regelmässige Meetups zu den unterschiedlichsten Themen. Diese Meetups stehen neben ihren Mitgliedern auch andern interessierten Personen zur Verfügung.

Verbandsform Verein
Gründung Mai 2014 erstes Meetup; Offiziell gegründet im August 2015
Board-Members Boris Battistini (Metellus), Daniel Diemers (Strategy&), Christian Dreyer (CFA Society Switzerland), Alexandre Gaillard (InvestGlass), John Hucker (Taussig Capital Ltd.), Klaus Kummermehr (Go Beyond Investing) FreshDetect), Luke Szkudlarek (what.digital)
Advisory Board Derzeit noch nicht.
Anzahl Mitgliederca. 350
Kosten MitgliedschaftCHF 100 pro Jahr
Leistung für Mitglieder Mitglieder haben
- Zugriff auf das interne Directory aller Mitglieder
- die Möglichkeit vergünstigt oder gratis an den Verbands-Events teilzunehmen
- die Möglichkeit an den Spezial-Programmen teilzunehmen
- Zugriff auf spezielle Partnerangebote
- je nach dem auch Zugriff auf das Mentoring-Programm
- je nach dem die Möglichkeit Artikel für den verbandseigenen Blog zu schreiben
Zweck/ZielDer Verband will die Entwicklung des Schweizer FinTech Ökosystem unterstützen, damit es weltweit an vorderster Front dabei ist. Des Weiteren soll er den FinTech Unternehmen als Ankerpunkt dienen, mit dem Ziel die Finanzwelt mit der Technologiewelt zu einen und den Startups einen Zugang zu Finanzinstituten zu ermöglichen und vice versa.
Im Detail sind das folgende Ziele
- Eine neutrale Vermittlung zwischen den Interesse der Startups, den Investoren, der Industrie und den staatlichen Behörden
- Schweizer FinTech Unternehmen mit den globalen Hot Spots Verbinden
- Den Mitgliedern hilfreiche Informationen und Kontent zur Verfügung stellen
- Den Mitgliedern, wo es möglich ist mit Mentoring Programmen o.ä., zur Seite stehen
- Die Schweiz als Finanzzentrum stärken
Grösste Erfolge seit der GründungNeben dem FinTech Ökosystem Verzeichnis, welches bereits über 10'000 Views zählt, ist auch die Zusammenarbeit mit Innotribe und SIBOS (26. - 28. September in Genf) zu erwähnen.

Es wird an der SIBOS auf der Hauptbühne eine Session geben und in der Schweizer Lounge werden jeden Tag acht Startups Vorort sein. Am Mittwoch gibt es dann noch einen grossen Networking-Event.

Swiss Crowdfunding Association

Das Crowdfunding (Crowinvesting, Reward-Based Crowdfundig, Crowddonating und Crowdlending) ist ein elementarer Teil des FinTech Ökosystems.  Deshalb arbeitet die Swiss Crowdfunding Association mit ihren Mitgliedern daran, das Crowdfunding bekannter zu machen und sich als Hauptansprechpartner für jegliche Crowdfunding Fragen zu positionieren.

Verbandsform Verein
Gründung keine Angabe
Board-Members Vincent Pignon (WeCan.Fund) , Camille Boissonnet (Gunvor SA), Jonathan Normand (Codethic SA), Andreas Pages (Swisscom), Maxime Pallain (Raizers)
Advisory Board Nein
Anzahl Mitglieder210
Kosten MitgliedschaftGratis
Leistung für Mitglieder Working for the success of every fundraiser and their supporters
Zweck/ZielPromote the domain of crowdfunding in Switzerland
Help to disseminate the best practices in the domain among its actors
Do applied research in the field and, specifically, study the evolution of the domain in Switzerland and in other countries
Be the reference organization to dissemminate information on crowdfunding to medias and politicians
Grösste Erfolge seit der GründungWhite Paper on Crowdfunding in Switzerland

Bitcoin Association Switzerland

Bitcoin als bekanntester Vertreter der digitalen Währungen, ist ein wichtiger Teil des heutigen FinTech Ökosystems. Aus diesem Grund arbeitet die Bitcoin Association mit ihren Mitgliedern daran, Bitcoin bzw. digitale Währungen bekannter zu machen und sich als Hauptansprechpartner für jegliche Anfragen in Bezug auf digitale Währungen zu positionieren.

Verbandsform Verein
Gründung Oktober 2013
Board-Members Lucas Betschart (Blockchain Source), Mathieu Buffenoir (Freelance), Luzius Meisser (Meisser Economics), Raphael Voellmy (ECUREX), Bernhard Müller-Hug (Roche)
Advisory Board Keine Angaben
Anzahl Mitglieder27
Kosten MitgliedschaftPrivate: Mind. 1 Satoshi, Empfohlen CHF 50 in Bitcons
Firmen: Basic CHF 380 in Bitcoin; Gold CHF 4'950 in Bitcoin
Leistung für Mitglieder Alle Mitglieder
• Participate in the Swiss Bitcoin community
• Support the Bitcoin adoption, education and development
• Early access and discounts to partner events
• Access to exclusive discounts and special offers
• Help building a freer world

Private
• Name and URL on our website

Firmen Basic
• Featured on our website (Logo & URL)
• Mention as sponsor at Bitcoin Meetups
• Allowed to put our logo on your website

Firmen Gold
• Featured on our website (Logo & URL)
• Mention as sponsor at Bitcoin Meetups
• Allowed to put our logo on your website
• A free Bitcoin Talk to all staff by BTCA member
• Mention as sponsor at Blockchain Meetpus
• Credit with logo in Meetup Videos (bitcoinlectures.tv)
Zweck/Ziel Zweck des Vereins ist die Förderung digitaler Währungen. Der Verein verfolgt keine wirtschaftlichen Zwecke und strebt keinen Profit an.
Grösste Erfolge seit der GründungKeine Angaben

Swiss Startup Association

Startups der Schweiz vereinigt Euch. Die Swiss Startup Association ist ein Verband für alle Schweizer Startups, welchem auch einige FinTech Startups angehören. Das Ziel ist optimale Rahmenbedingungen für das Wachstum und den Erfolg im In- und Ausland für Schweizer Startups zu schaffen.

Verbandsform Verein
Gründung Ende 2015
Board-Members Urs Haeusler (DealMarket), Nicolas Bürer (Movu.ch, joiz), Lea Von Bidder (Ava Women), Karim Maizar (Kellerhals Carrard), Pascal Mathis (Google, Selfnation), Hannes Gassert (LIFT Conference, wemakeit, Liip), Jan Lichtenberg (InSphero), Michael Mossiman (Wenger & Vieli AG)
Advisory Board wird gerade zusammengestellt u.a. Marcel Dobler (Nationalrat SG, digitec Gründer)
Anzahl Mitgliederderzeit ca. 350+ startups
Kosten Mitgliedschaftkostenlos in 2016
Leistung für Mitglieder Verbessern der aktuellen politischen Rahmenbedingungen für Startups
Lobbying für die Anliegen der Schweizerischen Startups - Gemeinsam erreicht man mehr als alleine.
Sprachrohr für CH Startups
Werbung bzw. Steigerung der Visibilität von Schweizer Startups im Ausland
Zweck/ZielDie Swiss Startup Association setzt sich zum Ziel, optimale Rahmenbedingungen zu schaffen, die zum Wachstum von Schweizer Startups führen, um deren langfristigen Erfolg im In- und Ausland sicherstellen. Damit wird das Schweizer Startup Ökosystem gestärkt was wiederum den Standort Schweiz bzw. dessen Wirtschaft stärkt.

SSA setzt sich somit ein für:
- ein besseres gesetzliches, regulatorisches und steuerliches Umfeld für Gründer und Startups in der Schweiz
- ein Startup freundlicheres Verständnis bei den Schweizer Behörden und dem Regulator
- ein verstärktes soziales und politisches Bewusstsein für das Schweizer Startup Ökosystem
Grösste Erfolge seit der GründungEngagement bzgl. Vermögenssteuer Problematik (Eingereichte Postulate/Motionen über Politiker)

Fazit

Wie ihr seht, gibt es einige Interessengruppen und wenige davon verfolgen genau dieselben Ziele. Dies liegt daran, dass die Verbände teilweise aus unterschiedlichen Wirtschaftszweigen und unterschiedlichen Eigeninteressen entstanden sind. Swiss Finance Startups, Swiss FinTech Association, Swiss Startup Association, Swiss Crowdfunding Association, Swiss Bitcoin Association und Global FinTech Association entstanden aus Startups, wohingegen DigitalZurich2025 eher aus der politischen Ecken entstand. Der Swiss FinTech Innovations Verband hingegen entsprang eher aus der Ecke der Finanzbranche. Weil Verbände aus wirtschaftlichen bzw. politischen Eigeninteressen gegründet werden, erstaunt es mich umso mehr bzw. es grenzt eigentlich an ein Wunder, dass es noch keinen FinTech/InsurTech Verband aus der Versicherungsbranche gibt – wer weiss, was nicht ist, kann ja noch werden.

Spannend zu beobachten ist, dass es bei den verfolgten Zielen der einzelnen Verbände in gewissen Themen wie z. Bsp. den regulatorischen Rahmenbedingungen natürliche Überschneidungen gibt. Gut, wenn gewisse Themen gleichzeitig aus unterschiedlichen Wirtschaftszweigen erfolgen, das kann nur hilfreich sein. Dennoch hoffe ich innig – und einige werden mich wohl einen Träumer nennen ;o), dass alle diese Verbände in den für die Entwicklung der Schweiz wesentlichen Punkten auch tatsächlich an einem Strang ziehen, um die Schweiz und ihre Wirtschaft gemeinsam weiter zu stärken und im globalen Wirtschaftskampf konkurrenzfähiger für die Zukunft zu machen.

Damit ihr euch nun auch eine noch bessere Vorstellung der Verbände, deren Mitglieder und deren Beziehung zueinander machen könnt, habe ich folgende Grafik, welche ihr bereits im Beitragsbild gesehen habt, entwickelt.

Verbandsübersicht grafisch dargestellt

verbandsuebersicht

 

Das, das zu Beginn erwähnte heterogene Bild keine reine Vermutung von mir war, konnte ich euch hoffentlich schlüssig aufzeigen. Doch wie geht es nun weiter mit den Verbänden? Wenn tatsächlich noch ein InsurTech Verband dazukommen würde, dann könnte man noch einen Verband gründen, der sich weder regional, noch Unternehmensform, noch branchenspezifisch eingrenzt und den dann als Dachverband etablieren. Nach dessen erfolgreichen Etablierung müsste man sich noch überlegen, wie man die unterliegenden Verbände so weit stärken kann, um schlussendlich zu einem Spitzenverband wie z. Bsp. economiesuisse aufzusteigen. Habe meiner Fantasie grad etwas freien Lauf gelassen, no hard feelings :o).

 

Die digitalisierten Banker kommen!

Digital Finance
Die Digitalisierung und die damit einhergehenden Transformationsprozesse sind unübersehbar in der Finanzindustrie angekommen. Auch an einigen Fachhochschulen hat man das Thema aufgenommen und man bietet entsprechende Weiterbildungsprogramme an, um die Studierenden auf die Anforderungen von heute und morgen vorzubereiten. Denn viele der uns bekannten Arbeitsprofile verändern sich bereits und wir müssen uns auch bewegen, wenn wir mit der Veränderung mithalten wollen.

Überblick und Vergleich

Das Angebot ist bereits genug gross, so dass man die Qual der Wahl hat. Neben der geografischen Lage der Schule, spielen natürlich auch der Inhalt und die Kosten eine grosse Rolle. Ihr findet nachfolgend eine Aufstellung der Einzelheiten von drei mir bekannten CAS-Programmen zu Digital Finance bzw. Digital Banking und die Antworten auf meine Fragen an die Studienleiter bzw. Ausbildungsverantwortlichen. Diese Aufstellung hilft Euch bestimmt bei Eurer Entscheidung, solltet Ihr eine solche Ausbildung in naher Zukunft in Erwägung ziehen.

HSLU/IFZ – CAS Digital Banking Kalaidos – CAS FH in Digital Banking HWZ – CAS Digital Finance
Abschluss Certificate of Advanced Studies (CAS) Hochschule Luzern/FHZ in Digital Banking Certificate of Advanced Studies (CAS) FH in Digital Banking Certificate of Advanced Studies (CAS) in Digital Finance
Voraussetzung Hochschulabschluss oder äquivalenter Abschluss plus drei Jahre Berufskompetenz und ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache (Unterrichtssprache) und ausreichende Englischkenntnisse, um englischsprachigem Unterricht folgen und um englische Texte verstehen zu können Hochschulabschluss oder äquivalenter Abschluss zuzüglich Berufserfahrung (Abschluss höhere Fachschule mit mind. 2 Jahren Berufspraxis oder höhere Fachprüfung mit mehrjähriger Berufserfahrung). Unter bestimmten Bedingungen auch eine Zulassung „sur dossier“ möglich Hochschulabschluss oder äquivalenter Abschluss plus zwei Jahre Berufskompetenz
Unterichtsprache Deutsch (90%) / Englisch (10%) Deutsch Deutsch (90%) / Englisch (10%)
Studienort Zug Zürich-Oerlikon (30% Präsenzunterricht Vorort. 70% individuelle Praxisprojekte, Gruppenarbeiten und Selbststudium) Zürich-Europaallee
Studienbeginn April / Herbst April und Oktober März und August
Dauer 1 Semester (21 Tage inkl. Studienreise nach London) 1 Semester (11 Tage inkl. 2 Inspiration Days) 1 Semester (18 Tage inkl. Studienreise nach London)
Schultage Einmal im Monat 2 bis 3 Tage (Donnerstag, Freitag, Samstagmorgen) I.d.R. einmal im Monat (Do/Fr – Sa) ca. 3-4 Tage pro Monat (Di/Sa) / Einflüsse Ferien und Feiertage
Study Tour London (2 Tage) Schweiz (Labs und FinTechs 2 Tage) London (2 Tage)
Maximale Klassengrösse 28 Studenten 25 Studenten 24 Studenten
ECTS-Punkte 15 15 15
Kosten CHF 9’800 CHF 9’000 CHF 9’500
enthalten Kurskosten, sämtliche Kursunterlagen in elektronischer Form und die Pausenverpflegung während des Unterrichtes im IFZ Kurskosten, sämtliches Lehrmaterial und alle Prüfungen Kurskosten, sämtliche Kursunterlagen und die Begleitung bzw. Bewertung der Abschlussarbeit
 nicht enthalten Reisekosten, Unterkunft und Verpflegung während der 2-tägigen Studienreise nach London Reisekosten der Inspiration Days zu den Unternehmen in der Deutschschweiz Reisekosten, Unterkunft und Verpflegung während der 2-tägigen Studienreise nach London
Hauptinhalte Umfeld des Digital Banking, Strategisches Digital Banking, Digitales Kundenmanagement und Social Banking, Produkte und Lösungen und Study Trip nach London Geschäftsmodelle und Transformation von Banken. Technologie, Kundenzentrierung und Wettbewerb: Technologie als Game Changer, Kundenzentrierung & Innovationen, Wettbewerb im digitalen Zeitalter. Vertrieb, Produktion, Steuerung und Transformation: Vertriebsprozesse auf Kundenebene, Produktions- und Steuerungsprozesse. Besuch von innovativen FinTech und Hubs in der Schweiz. Customer Experience, Digital Products und Services, Digital Mindset, Technology, Study Trip nach London

Fragen an die Studienleiter bzw. Ausbildungsverantwortlichen

„Was ist die Motivation ihre Study Tour im Ausland bzw. eben nicht im Ausland durchzuführen?“

Nils Hafner der IFZ

stellt in den Vordergrund, dass die Innovation-Labs und Inkubatoren, welche sie mit den Klassen in London besuchen, teilweise bereits seit mehr als fünf Jahren existieren und dass diese dadurch mehr Erfahrung in diesen Themen haben, als die meisten Schweizer Labs, welche erst vor kurzem begonnen haben. Des Weiteren sei ein anderer Blickwinkel auf das Thema, losgelöst von der Schweiz, hilfreich für die Studenten, um das Thema auch aus einer internationalen Perspektive zu sehen.

Rino Borini der HWZ

betonte, dass London für die Studierenden sehr spannend sei, denn das Ökosystem zwischen Startups und den Regulationsbehörden (FCA) funktioniere anders als in der Schweiz. Ausserdem sei die teilweise unterschiedliche Sichtweise der Londoner Startups eine gute Inspirationsquelle für die Studierenden. Nichtsdestotrotz werden während des Lehrgangs auch Schweizer Fintech Unternehmen wie contovista, lend u.ä. sowie der Inkubator F10 berücksichtigt.

Stefanie Auge-Dickhut der Kalaidos

sagte mir, dass die Schweiz eine attraktive und zurzeit auch stark wachsende FinTech-Szene beheimatet, die sehr interessant ist, um den heimischen Markt zu verstehen. Als Ergänzung haben sie Referenten, welche stark im Silicon Valley und in London unterwegs sind. Diese Referenten stellen sicher, dass auch diese internationalen Aspekte nicht zu kurz kommen.

Fragen an die Studienleiter bzw. Ausbildungsverantwortlichen

„Was unterscheidet ihren CAS von den der anderen Anbietern?“

Nils Hafer der IFZ

stellt neben dem erfahrenen Forschungsteam (v.a. Prof. Andreas Dietrich und Prof. Nils Hafner) auch die hervorragenden Gastreferenten in den Vordergrund. Des Weiteren seien auch die mehrjährigen Leistungen des Institutes in der Forschung zur Digitalisierung in der Finanzindustrie, ihre Publikationen wie z. Bsp. «Crowdfunding Monitoring» oder «Retail Banking Studie» usw. ein Asset.

Rino Borini der HWZ

stellt in den Vordergrund, dass der CAS voll anrechenbar für den MAS Digital Business an der HWZ ist. Die ausgewählten Dozenten sind Personen, welche in ihrem Themengebiet Tag ein Tag aus tätig sind und somit aus der Praxis ihr Wissen vermitteln können. Des Weiteren müssen die Kursteilnehmer voll in die digitale Welt eintauchen. Es gibt einen Klassenblog, Slack und Twitter werden verwendet mit dem Ziel, dass die Schüler selber diese Tools nutzen müssen und dadurch ein Gefühl für die neuen Kommunikationsmöglichkeiten und deren Impact entwickeln.

Stefanie Auge-Dickhut der Kalaidos

betonte, dass sie den Studenten nicht nur zeigen was es alles gibt, sondern dass sie ihnen auch Instrumente auf den Weg geben, welche es ihnen erlauben den Einfluss von neuen Trends auf ihre bisherige Strategie abzubilden. Des Weiteren wird durch sehr ausgewählte Referenten aus in- und ausländischen Bankengruppen sowie FinTech-Unternehmen dafür gesorgt, dass bereits während des Studiums ein sehr hoher Praxistransfer stattfindet.

Was sagen andere Fachhochschulen auf das nicht vorhanden sein einer solchen CAS Ausbildung angesprochen?

FFHS

Im Rahmen der Vertiefung Finance and Banking des Bachelorstudiengangs Betriebsökonomie an der FFHS werden aktuelle Veränderungen der Finanzbranche stets durch den konkreten Praxisbezug eingebunden. Eine dynamische Anpassung des Stoffinhalts an die sich schnell wandelnde Branche ist aus der Sicht der FFHS insbesondere in diesen Modulen unumgänglich.

ZHAW

Sie integrieren gerade das Digitalisierungsthema in diverse Module auf BSc und MSc-Stufe. Heute bieten sie bereits einige spezifische Weiterbildungen an wie z. Bsp. den CAS in Digitale Strategie und Wertschöpfung, CAS in Digital Marketing und das DAS in Data Science. Darüber hinaus befinden sich weitere Weiterbildungen in Vorbereitung, die gemäss Christoph Kley in naher Zukunft lanciert werden.

BFH

Das neu eröffnete Institut der Berner Fachhochschule für „Digitale Gesellschaft“ fokussiert sich auf die grossen Chancen und die risikobehafteten Veränderungen, welche die fortschreitende Digitalisierung mit sich bringt. Es erarbeitet IKT-Lösungen und -Konzepte für eine intelligente, sichere und faire Nutzung von Information in allen Bereichen der Gesellschaft, der Wirtschaft und der Politik.

FHSG

Sie erachten das Thema Digitalisierung der Finanzindustrie als sehr relevant und zukunftsträchtig, weshalb sie sowohl auf Stufe Bachelor im Modul „Swiss Banking“ als auch im MAS in Swiss Finance (im CAS Wealth Management sowie im CAS Corporate Banking) auf diese Thematik eingehen. Nichtsdestotrotz schenken sie der Thematik Digitalisierung die notwendige Beachtung (BSc, MAS, Forschung) und fokussieren und dabei auf die Anwenderperspektive.

Fazit

Man sieht einiges an Bewegung in der Fachhochschulwelt und wenn man mit den Studien- bzw. Ausbildungsverantwortlichen spricht, dann spürt man auch das Feuer und das Commitment zu diesen Lehrgängen. Die Entstehung dieser Lehrgänge ist ein wichtiger Schritt für die Deutschschweiz, um bei den Finanzspezialisten ein gutes Ausbildungsniveau zu diesem Thema zu erreichen. Mittelfristig ist es sicherlich noch wichtiger, dass das Thema der Digitalisierung ein stärkeres Gewicht in den Grundausbildungen der Fachhochschulen (BSc, MSc) Einzug erhält, denn das Thema Digitalisierung gehört zu unserem täglich Brot und ist keine Spezial- oder Sonderdisziplin mehr. Wer weiss, vielleicht gibt es ja bald einen MSc in Business Administration mit Major in Digital Finance/Banking.